Mittwoch, 16. Mai 2018

Sie hat es schon wieder getan - dieses Mal in blau-gelb.

Tja...

Ich gebe zu, in letzter Zeit habe ich viel gehäkelt... Dennoch habe ich teilweise das Gefühl, dass ich zu nichts komme und nichts schaffe... Wenn ich mir dann aber meine Kinder anschaue, die wochenends mit neuen kurzen PJs oder neuen Kurzarmshirts herumlaufen, dann kann das nur ein akuter Fall von Wahrnehmungsverschiebung sein. Vielleicht schaffe ich ja mal ein paar Fotos, - so als handfesten Beweis?

Aber nun zum Häkeltuch. Dieses Mal ein kleines... Es ist 130x53cm groß, also tatsächlich "nur" ein Schultertuch. Aber ein hübsches, wie ich finde und deshalb habe ich es gleich noch einmal gehäkelt: in anderen Farben und für eine andere Freundin,- ebenfalls ein Geburtstagsgeschenk, genau wie dieses hier.




Laut Anleitung ist es vorgesehen, das Tuch aus kuscheligem Mohair zu häkeln und dadurch wirkt es - zumindest am Anleitungsfoto - größer und grobmaschiger. Da es aber ein Sommertuch werden sollte (ha! wer sagt denn, dass man es nicht auch über einen dünnen Rolli im tiefsten Winter tragen könnte?) und die Bobbel sowieso einfach nur hübsch waren - habe ich wieder zu einem dreifädrigen Garn gegriffen. Anfänglich musste ich etwas experimentieren, denn selbstverständlich war meine übliche Häkelnadel viel zu dünn - da hätte ich maximal ein Platzdeckerl produziert (ich weiß das, ich war schon recht weit, bevor ich der Erkenntnis endgültig nachgegeben habe).



Also habe ich zu einer 6er Häkelnadel gegriffen und so ist es dann wirklich so geworden wie ich wollte: schön grobmaschig, luftig und filigran. Und meine Freundin hat sich sehr darüber gefreut! Genauso, sollte das sein!

Da es mir jetzt - natürlich - auch sehr gut gefällt und es wirklich aufgrund der nur 38 Reihen schnell gehäkelt ist, überlege ich tatsächlich, mir selbst auch noch eines zu machen. Im Herbst dann und dann auch wirklich gleich mit Mohair-Bobbelwolle...



Anleitung: Veronika Hug, Tuch "Aufgeblüht"
Wolle: Verlaufswolle (Bobbel) von "Colourways", 500m (nicht aufgebraucht)


Montag, 30. April 2018

12tel Blick - April 2018

Wie heißt es so schön?

April, April, der macht was er will....

Tja, und heuer hat er beschlossen, er will ein Sommermonat sein, - darfs ein Juli sein, vielleicht? Naja, zumindest ein Juni, das kommt schon hin...

Während bis Ende März die Eiszapfen noch tief hingen, allerorts die Menschen in Stadt und auf dem Land stöhnten ob der Kälte und des mieselsüchtigen Wetters, so ist er mit Pauken,Tropeten, Pomp und Trara ins Land hereingezogen, der sonst so launische April und zeigt sich von seiner besten und ziemlich warmen Seite.

Die Bäume explodierten förmlich in ihrer Blütenpracht, innerhalb von wenigen Tagen war es überall lindgrün, wo kurz zuvor noch grau-schwarze Äste im Winterschlaf steckten.... Und die Allergiker unter uns wussten nicht mehr, ob sie zuerst die Augen eintropfen oder die Nase zusprühen oder überhaupt die Freiluft meiden sollten. Ich bin zwar nicht unmittelbar betroffen, aber als Mama eines erst seit letztem Jahr schwer allergisch reagierenden Kindes, war das heuer - und ist es noch - doch eine gewisse Herausforderung...

Aber gut, die Farben entschädigen uns. Auch hier auf der Mariahilferstraße treibt der Sommer im Frühling nicht nur die Blätter und Blüten heraus, sondern auch die Menschen. Ein Gewusel ist das hier - und ein Panoptikum an modegeschmacklichen Variationen... Das ging so plötzlich heuer - ansonsten steigert sich das so langsam von April bis in den Juni hinein und man kann mitwachsen im Wappnen, aber heuer? BÄMM.


hier mal mein Ausblick von der anderen Seite, wieder mal stadtauswärts.... Normalberweise stehe ich dort hinter dem grauen Block  (Lift) befindlichen Abgang zur U-Bahn. Und so belebt wir hier ist es eigentlich eher zu den Randzeiten...

Im April findet traditionell auch immer der Vienna City Marathon statt, und die Halbmarathonis biegen, wenn sie auf die Mariahilferstraße einschwenken, auf die letzten 3 Kilometer ein. 


Ganz schön was los hier, jetzt hat die Zeit des Jahres angefangen, in der sich das Leben nach draußen verlagert, - auch hier in Wien.